Laminatböden

Laminatböden können zwar auch in Feuchträumen wie Küche und Bad verwendet werden, sollten aber speziell dafür konzipiert sein.

Unterschiede zwischen Feuchtraumlaminat und klassischem Laminatfußboden:
Laminat besteht generell aus mehreren Schichten. In der Regel sind dies drei Schichten. Die unterste, auch als Gegenzug bezeichnet, fängt die Belastung ab. Darüber liegt die eigentliche Trägerschicht, worauf wiederum die sichtbare Nutzschicht der Laminatböden platziert ist. Die Trägerschicht wird meistens durch eine HDF-Platte gebildet. HDF bedeutet: High Density Fiberboard. Durch spezielle Herstellungsverfahren nimmt HDF hygroskopische Eigenschaften an. Feuchtigkeit kann also von normalen Laminatböden aufgenommen und wieder abgegeben werden, wodurch allerdings bei zu viel Nässe Wölbungen entstehen. Deshalb muss für Feuchträume gesondertes Material genutzt werden. Bei Feuchtraumlaminat wird entweder ein spezielles Herstellungsverfahren angewandt oder / und zusätzlich eine Vinylschicht in den Boden eingebaut. Normales Laminat besitzt einen Quellwert von etwa 20 Prozent, während Feuchtraumlaminat nur einen Quellwert von 1-5 Prozent aufweisen darf. Zusätzlich erhält das Feuchtraumlaminat eine wasserabweisende Oberfläche, die bei einfachen Laminatböden nicht in dieser Form vorhanden ist. Die Reinigung von Feuchtraumlaminat sollte dennoch nicht gar zu nass erfolgen.

Besonderheiten beim Verlegen von Feuchtraumlaminat:
Zwar sind Klicksysteme bequem zum Verlegen, diese bergen jedoch die Gefahr, dass Feuchtigkeit an den Klickstellen eindringen kann. Bei Verwendung des Klickverfahrens sollte unbedingt wasserfester Kleber verwendet werden, um die Verbindungsstellen der Laminatböden wasserfest zu gestalten. Die Kanten des Unterbodens sollten mit Weichhölzern geschützt werden, um spätere Risse zu vermeiden. Insbesondere bei Wandübergängen empfiehlt es sich, Dehnungsfugen vorzusehen und diese zusätzlich mit Silikon zu verfugen. Ausserdem gibt es von mehreren Herstellern speziell für Feuchträume produzierte Nutzschichten, die mit imprägnierten Trägerschichten zusammen verlegt werden können. In Küchen und nicht all zu feuchten Bädern ist das eine gute Lösung.

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