Kork

Das Naturprodukt Kork ist Ihnen aus dem Alltag sicherlich als Verschlussmaterial von Wein- und Sektflaschen vertraut, vielleicht aber auch als Bodenbelag schon einmal begegnet. Doch woher stammt dieses Material und wie wird es gewonnen?

Im Mittelmeerraum beheimatet

Die zu der Gattung der Eichengewächse zählende Korkeiche ist ein immergrüner Laubbaum, dessen natürliches Verbreitungsgebiet die westliche Mittelmeerregion ist. Schwerpunktmäßig treffen Sie den Baum auf der iberischen Halbinsel an, aber auch in Marokko, Nordalgerien sowie in Tunesien. Portugal besitzt den flächenmäßig weitaus größten Bestand dieses Gewächses.

Lieferant des Naturprodukts Kork

Die Korkeiche bildet als Rinde ein aus abgestorbenen Zellen bestehendes Gewerbe, den Kork, aus. Dieses Gewebe ist elastisch und fest und besitzt wasserabweisende und stark isolierende Eigenschaften. Ist der Baum zwischen 25 und 40 Jahren alt, kann er zum ersten Mal in den Sommermonaten Juli und August geerntet werden. Dies schädigt den Baum nicht, sofern seine Ursprungszellen nicht verletzt werden. Nur ein Drittel der Rinde darf entfernt werden, um den Baum vor Austrocknung zu schützen. Die Folgeernte steht dann erst in 9-12 Jahren an. Da die produktive Lebensphase des Baumes 150 Jahre umfasst, sind bis zu 16 Ernten möglich. Das von der Korkeiche gelieferte Rohmaterial ist je nach Baumalter und Standort qualitativ unterschiedlich. Daher wird es auch zu unterschiedlichen Produkten weiterverarbeitet, zu hochwertigen Korken, Fußböden oder Dämmkork.

Blickpunkt Nachhaltigkeit

Nicht nur unter ökonomischen, sondern gerade auch unter ökologischen und kulturellen Aspekten verdient die Korkeiche Ihre Aufmerksamkeit. Sie leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt des heimatlichen Ökosystems, weil sie den Wasserkreislauf reguliert, Kohlendioxid bindet und die Böden vor Versteppung schützt. Korkeiche und Kork bilden so ein nachhaltiges System.

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