Kork ist kein Holz, wie irrtümlicherweise angenommen wird. Bei Kork handelt es sich um die Rinde der immergrünen Eiche. Sie wächst bevorzugt im Südwesten Europas und in Nordwestafrika, wo sie seit circa dem 2. Jahrhundert nach Christus geschält und verarbeitet wird. Heutzutage stammt mehr als die Hälfte der Hauptkorkproduktion aus Portugal. Die „Ernte“ der Korkeichen vollzieht sich ab dem 20. Lebensjahr und wiederholt sich alle 9 bis 12 Jahre.

Kork als Dämmstoff?

Kork bietet eine Vielzahl an Verwendungsformen und speziell Bodenbeläge aus Kork erfreuen sich in den letzten Jahren einer enormen Beliebtheit. Doch Kork wird auch als Dämmstoff in Form von Dämmplatten oder als Schüttmaterial verwendet.Hierfür wird der Kork zunächst zu einem feinen Granulat zermahlen. Die Bestandteile werden so zu zwei bis fünf Millimetern kleinen Partikeln zerkleinert. Diese werden anschließend unter Heißdampf expandiert. Es entsteht der sogenannte Korkschrot, der in dieser Form auch als Schüttdämmung zum Einsatz kommt.
Während des Aufblähens treten aus dem Kork natürliche Harze aus, die als Bindemittel dienen. Hergestellt werden Korkplatten in der Regel in Dicken von zehn bis 320 Millimetern. Sie habe ein sehr geringes Gewicht, dämmen sowohl Wärme als auch Schall, sind verschleißfest und feuchteunempfindlich.Sofern Korkplatten hergestellt werden sollen, muss das Expandieren in speziellen Form passieren. Die so entstandenen Blöcke können flexibel zu unterschiedlich starken Korkplatten geschnitten werden. Im Gegensatz zur Herstellung von Flaschenkorken wird hierfür die erste Schälung verarbeitet. Den Hintergrund hierbei bildet die Tatsache, dass die erste Schälung noch besonders harzreich ist. Korkplatten werden in der Regel in Stärken von 10 bis 320 Millimetern produziert. Neben einem geringen Gewicht, dämmen diese Platten sowohl Wärme als auch Schall, sind verschleißfest und feuchteunempfindlich. Allerdings kann es zu Geruchsausdünstungen kommen, was bei einem Naturprodukt wie Kork eine natürliche Reaktion ist.

Eigenschaften

Doch was macht Kork als Dämmstoff so überzeugend? Kurzum: Dessen Eigenschaften. Die Rinde der Korkeiche hat eine einzigartige Bienenwabestruktur, die aus winzigen Zellen besteht, jedes ein 14-seitiges Polyeder. Jede einzelne Zelle ist mit Luft gefüllt. Dadurch weist Kork eine enorme Elastizität auf, bei gleichzeitiger Komprimierbarkeit. Weiterhin ist Kork wärme- und schallisolierend, verschleißfest, schwer brennbar und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Weiterhin erfüllt Kork die Voraussetzungen der Brandschutzklasse B2. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,0045 W/m2k.

Verwendung

Weiterhin lässt sich Kork in den Zwischensparren- und Aufsparrendämmung von Dächern, zur Dämmung von Decken oder als Trittschalldämmung verwenden. Aufgrund der starken Belastbarkeit eignen sich Korkplatten auch zur Dämmung unter Estrich. Hohlraumdämmung in jeder Form lässt sich mit Korkschrott erzielen.

Fazit:Hervorragende Wärmeleitfähigkeiten, eine gute Wärmespeicherkapazität und ein vollständig natürlicher Dämmstoff und chemische Inhaltsstoffe sind Vorteile, die Ihnen in diesem Verhältnis zur Kork bieten kann.

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